
Kronen Zeitung
100 TAGE BIS ZUR WM
„Jordanischer Messi“ tanzt in St. Gallen an
Jordanien, Österreichs erster WM-Gruppengegner, ist Ende Mai in der Schweiz zu Gast. Top-Torjäger Yazan Al Naimath, muss passen, die Hoffnungen ruhen auf Flügelspieler Mousa Al-Tamari, den „jordanischen Messi“.
Den Feinschliff für die Endrunde holen sich die „Al-Nashama“ (Tapferen) quasi vor den Toren Österreichs: Im vorletzten Test vor der WM trifft Jordanien am 31. Mai in St. Gallen auf die Schweiz, die Generalprobe steigt in den USA: Am 7. Juni wird Kolumbien der finale Sparring-Partner in San Diego sein. Seine Auswahl hat Jamal Sellami zum Großteil im Kopf, letzte personelle Fragen wird er bereits Ende März zu lösen versuchen: Wenn in Amman die Länderspiele gegen Costa Rica (27. März) und Nigeria (31. März) anstehen.
Asien-Finale
Eines ist fix: Jordanien ist von den drei Gruppengegnern in der FIFA-Weltrangliste das klar schlechtest platzierte Team, machte aber seit Dezember 2023 25 Plätze gut, rangiert auf Rang 62. 2024 schaffte man es bis ins Finale der Asien-Meisterschaft (1:3 gegen Katar), zuletzt im Dezember ins Endspiel des FIFA-Arab-Cups, wo es ein knappes 2:3 gegen Marokko setzte, der Heimat von Sellami. Der 55-Jährige lief als Spieler bei der WM 1998 auf, erlebt nun mit dem WM-Debütanten Jordanien seine Endrunden-Premiere als Teamchef: „Wir haben mit unserem Teamgeist die Chance zu überraschen – auch gegen Österreich.“
Bitter nur, dass just der Top-Torjäger Yazan Al Naimath im Viertelfinale des Arab Cups gegen den Irak einen Kreuzbandriss erlitt, für die WM nicht zur Verfügung stehen wird. So gilt das Hauptaugenmerk wohl Flügelspieler Mousa Al-Tamari, der für Stade Rennes in der französischen Ligue 1 spielt und den Spitznamen „jordanischer Messi“ trägt.
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