
Kronen Zeitung
„KRONE“-KOLUMNE
Diese Bullen will (fast) keiner mehr sehen
Salzburg stürzt weiter ab. Das 0:1 zum Meisterrunden-Auftakt gegen Rapid war ein weiterer Schritt zurück. Das macht sich auch an den Zuschauerzahlen bemerkbar. Am Sonntag kamen so wenige wie noch nie im Heimduell mit den Hütteldorfern ins Stadion. Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Christoph Kolland.
Keine Tore. Keine Intensität. Keine Überzeugung. Salzburg befindet sich weiter im Abwärtsstrudel. In der Vergangenheit dachte man als Beobachter schon öfters, dass der Boden erreicht sein sollte. Die vier torlosen Pflichtspiele in Folge, zwei Niederlagen binnen einer Woche gegen Rapid und der Absturz auf Tabellenplatz vier zeigen aber, dass es immer weiter nach unten geht. „Es war die schlechteste Leistung, seit ich hier Trainer bin“, erkannte Coach Daniel Beichler. Den sportlichen Niedergang bekommt die Mannschaft längst auch von den Rängen zu spüren. Gegen Rapid kamen nur 9957 Leute (davon 1500 aus Wien) in die Red Bull Arena. So wenige wie noch nie in diesem Duell (ausgenommen während der Corona-Zeit) in der Red-Bull-Ära seit 2005! Diese Bullen, dieses Auftreten, will fast keiner mehr sehen. Der obligatorische Gang der ganzen Mannschaft zur Nordkurve blieb nach der Partie auch aus, die Fans suchten fluchtartig das Weite.
Pressing, Intensität, Tore und ein hoher Unterhaltungswert. Dafür stand Salzburg einmal. Dafür gingen die Menschen gern ins Stadion. Statt Einsatz und Leidenschaft nahmen blutleere Auftritte die Überhand. Wer kann in Zeiten wie diesen, wo die Spritpreise explodieren und die Einkäufe teurer werden, noch erwarten, dass man für solche Auftritte wie am Sonntag Geld bezahlt. Da verbringt man einen Nachmittag lieber anderweitig. „Ich verstehe, dass es den Fans alles andere als gefällt. Wir haben noch neun Spiele. Nicht an einem Strang zu ziehen (die Pfiffe gegen die Mannschaft häufen sich, Anm.), ist auch ein Fehler. Das ist kein Vorwurf an die, sondern auch an uns, dass wir wieder auf dem Platz zeigen, dass wir für die Fans da wirklich 100 Prozent geben“, sagte Tim Drexler nach der Niederlage am Sonntag.
Worte wie diese hat man in den vergangenen Wochen oft gehört. Taten? Fehlanzeige! Die individuelle Qualität ist definitiv vorhanden. Aber Beichler hat richtig erkannt: „Es ist zu häufig, dass wir versuchen, brutal schöne, super rausgespielte Tore zu erzielen. Es zählt am Ende gleich, wenn du den Ball über die Linie schiebst.“ Ob das auch die Spieler nach dieser Rekord-Torflaute verstanden haben, können sie am Freitag im Auswärtsduell mit Sturm zeigen. Mit einer Niederlage dort ist der Titel wohl dahin. Wie die Zuschauer im eigenen Stadion . . .
Mehr zu diesem Beitrag gibt es auch auf krone.at
Vorteilswelt
Weitere News
Elf der Runde
Aktuelle Votings & Ergebnisse

Racing Straßburg66162
RKS Rakow Chestochowa67143
AEK Athen67134
AC Sparta Prag67135
Rayo Vallecano66136
FC Shakhtar Donetsk65137
FSV Mainz64138
AEK Larnaca66129
FC Lausanne-Sport631110
Crystal Palace FC651011
KKS Lech Posen641012
Samsunspor641013
NK Celje611014
AZ Alkmaar601015
AC Fiorentina63916
HNK Rijeka63917
Jagiellonia Bialystok61918
AC Omonia Nikosia61819
FC Noah6-1820
FC Drita6-4821
Kuopion Palloseura61722
FK Shkendija6-1723
Hsk Zrinjski Mostar6-2724
SK Sigma Olmütz6-2725
Universitatea Craiova 1948 CS6-2726
Lincoln Red Imps FC6-8727
FC Dynamo Kiew60628
Legia Warschau60629
SK Slovan Bratislava6-4630
Breidablik Kopavogur6-5531
Shamrock Rovers6-6432
BK Häcken6-3333
Hamrun Spartans FC6-7334
Shelbourne FC6-7235
Aberdeen FC6-11236
SK Rapid6-111


Bild: GEPA
















