
Kronen Zeitung
„KRONE“-FUSSBALLERWAHL
Ralf Rangnick ist tipp3-Trainer des Jahres
Als tipp3-Trainer des Jahres bei der „Krone“-Fußballerwahl schließt Ralf Rangnick auch den WM-Pokal „nicht völlig aus“. Sein Anteil an Österreichs Erfolg soll nur bei 50 Prozent liegen, seine Empathie zu Spielern ist der Schlüssel zum Erfolg …
„Normalerweise bekommen doch die Wiener Trainer die Stimmen“, tat Ralf Rangnick überrascht, als der von der „Krone“ über seine Ehrung zum „tipp3 Trainer des Jahres“ unserer Fußballer-Wahl informiert wurde. „Aber wenn es tatsächlich mit Sympathie zu tun hat, freut es mich umso mehr.“ Vor allem die Tatsache, dass Tausende Fans im Jahr 2026, also im Internet-Zeitalter, noch Stimmzettel ausgeschnitten und eingesendet hatten, lässt ihn strahlen: „Ich würde es auch so machen. Ich bin bei Zeitungen noch mega old school, kaufe mir daheim in Obertrum immer sechs, sieben Ausgaben“, erzählt Rangnick. „Beim Lesen muss ich noch etwas in der Hand haben.“
Am Dienstag erhält Österreichs „Lieblingspiefke“ vor dem Test gegen Südkorea im Happel-Stadion seine Trophäe. Er wird einen Ehrenplatz - neben seinem „Special Award“ für die Leistung bei der EURO 2024 – bekommen. „Das ist eine Auszeichnung für den ganzen Trainerstab und die Mannschaft. Mein Anteil an dem, was wir erschaffen, liegt nur bei 50 Prozent.“
„Menschlichkeit ist die Eintrittskarte für jede Führungskraft“
Das ist typisch für Rangnick. Natürlich tanzt beim ÖFB (im sportlichen Bereich) alles nach seiner Pfeife, aber er stellt stets das Gemeinschaftsgefühl in den Vordergrund: „Menschlichkeit ist die Eintrittskarte für jede Führungskraft. Der Schlüssel ist die Empathie. Ohne einen guten Draht zu den Spielern und zum Stab wirst du nie das Maximum aus der Truppe herausholen können“, betont Rangnick im „Sieger-Interview“ mit der „Krone“.
Das nicht das letzte gewesen sein soll: „Es würde mich freuen, wenn es in ein oder drei Jahren noch einmal so eine Auszeichnung gibt. Das würde bedeuten, dass wir eine gute WM gespielt, uns nochmals für die EURO qualifiziert haben.“ Lachender Nachsatz: „Vorausgesetzt ist, dass ich dann noch Teamchef bin.“ Damit ist zur Vertragsverlängerung mit dem ÖFB alles gesagt
1. Ralf Rangnick (Teamchef): 98.500
2. Christian Schaider (Austria Salzburg): 68.878
3. Didi Kühbauer (LASK/Wolfsberg): 53.671
4. Oliver Glasner (Crystal Palace): 38.554
5. Stephan Helm (Austria Wien): 31.003
6. Manfred Schmid (Hartberg): 29.332
7. Hermann Stadler (U17-Teamchef): 26.164
8. Stefan Kenesei (Austria Wien Frauen): 19.452
9. Fabio Ingolitsch (Altach): 15.117
10. Maximilian Uhlig (Young Violets): 11.202
Die EURO kann helfen
Rangnick, der als Jugendlicher übrigens Johan Cruyff („Er war der erste
moderne Zehner“) verehrte, daher mit der Nummer 14 auflief, denkt groß. Wie
immer. Selbst die humorvoll gemeinte Frage von krone.tv über Österreichs
Titelchancen in den USA nimmt er – wenn auch mit einem Lächeln – ernst: „Der
WM-Pokal wäre eine andere Dimension. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass wir
das schaffen, aber auch nicht unmöglich, völlig ausgeschlossen. Wenn wir schon
dorthin fliegen, wollen wir auch weit kommen. Aber wir haben wie schon bei der
EURO laut Datenanalyse die schwerste Gruppe von allen erwischt. Da hilft uns
vielleicht die Erfahrung von der EURO.“
Zunächst aber steigt heute der Test gegen Südkorea, Rangnicks 44. Länderspiel auf der rot-weiß-roten Bank. An seinem Punkteschnitt von 1,93 kam in diesem Jahrtausend noch kein österreichischer Teamchef heran.
Das Video und mehr zu diesem Beitrag gibt es auch auf krone.at.
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Bild: GEPA















